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Laserdrucker Test 2026: Günstig drucken mit scharfem Text

Compera Redaktion·29. Mai 2026 6 Min.·Laserdrucker

Monolaser ab 99 Euro drucken pro Seite unter 2 Cent – Tintenstrahler kommen selten unter 4 Cent. Wer regelmäßig mehr als 50 Seiten pro Woche ausdruckt, rechnet sich den Mehrpreis eines Laserdruckers innerhalb von 14 Monaten frei.

Monolaser ab 99 Euro drucken pro Seite unter 2 Cent – Tintenstrahler kommen selten unter 4 Cent. Wer regelmäßig mehr als 50 Seiten pro Woche ausdruckt, rechnet sich den Mehrpreis eines Laserdruckers innerhalb von 14 Monaten frei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Monolaser ab 99 € (HP M110w) kosten pro Seite unter 1,5 Cent mit Vollkartuschen – mitgelieferte Starter-Toner liefern oft nur 700 statt 1.200 Seiten.
  • Der HP Color Laser MFP 178nwg kostet mit 245 € fast 2,5× so viel wie der günstigste Monolaser; ein vollständiger Farbtoner-Satz kostet nochmals 60–80 €.
  • Automatischer Duplexdruck spart bei 500 Seiten monatlich rund 250 Blatt – Standard beim Brother HL-L2400DWE (120 €) und dem HP M234dw (145 €).
  • Multifunktionslaser ab 136 € (HP M140w) ersetzen einen separaten Flachbettscanner bis 1.200 dpi; der HP M234dw (145 €) ergänzt das um einen automatischen Dokumenteneinzug für 35 Blatt.
  • Gewichtsklassen: Kompaktlaser wiegen 3,8–4,8 kg (HP M110w, Pantum BP2309W), Büroklasse 7,3–12,9 kg – relevant für Stellfläche und Schreibtischeinsatz.

Starter-Toner und echte Seitenkosten: Was Hersteller verschweigen

Wer einen Laserdrucker kauft, bekommt fast immer eine Starter-Kartusche mitgeliefert – und die ist das teuerste, was das Gerät je enthält. Der HP M110w kommt mit einem Starter-Toner für rund 700 Seiten, obwohl die reguläre W1500A-Kartusche 1.000 Seiten bringt und ca. 12 Euro kostet: 0,9 Cent pro Seite. Tintenstrahler landen bei typischen 5-Prozent-Deckung selten unter 3–4 Cent.

Beim Brother HL-L2400DWE liegt die Starter-Reichweite ebenfalls bei ca. 700 Seiten. Die Folgekartusche TN-2510 liefert 1.200 Seiten für rund 15 Euro – 1,25 Cent pro Seite. Brother bietet zusätzlich ein EcoPro-Abo: Toner-Flatrate ab 4,99 Euro monatlich für 100 Seiten, skalierbar nach oben.

Rechnen lohnt sich. Bei 200 Seiten monatlich amortisiert sich der Mehrpreis eines Laserdruckers gegenüber einem 80-Euro-Tintenstrahler nach etwa 14 Monaten – vorausgesetzt, man kauft Original-Toner. Kompatible Kartuschen senken die Kosten um 30–50 %, erhöhen aber das Risiko von Streifenbildung bei bestimmten Druckerchargen und können Garantieansprüche beeinflussen.

Monochrom oder Farblaser: Wann der Aufpreis von 145 Euro sinnvoll ist

Der Preissprung von 245 Euro (HP Color Laser MFP 178nwg) gegenüber 99–160 Euro für Monochrom-Geräte ist erheblich. Farblaser rechtfertigen den Aufpreis nur unter einer Bedingung: regelmäßiger Druck von Präsentationen, Grafiken oder Unterrichtsmaterialien – mindestens 30–40 Farbseiten pro Monat.

Die Betriebskosten fallen noch stärker ins Gewicht als der Kaufpreis. Ein vollständiger Toner-Satz (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz) für den 178nwg kostet ca. 60–80 Euro und deckt je nach Deckungsgrad 700–1.000 Farbseiten. Das entspricht 6–11 Cent pro Farbseite. Ein Monolaser wie der Pantum BP2309W druckt bei 4,8 kg und 103 Euro Anschaffungspreis schwarzen Text für unter 1,5 Cent.

Wer ausschließlich Briefe, Verträge oder Schularbeiten ausdruckt, hat mit einem Farblaser nur höhere Folgekosten und 12,9 kg Gerät auf dem Schreibtisch. Grafisch arbeitende Selbständige oder Lehrer, die wöchentlich farbige Materialien drucken, kommen mit dem 178nwg langfristig günstiger weg als mit einem Tintenstrahl-Fotodrucker gleicher Ausgabequalität.

Druckgeschwindigkeit: Wann 20 ppm zu langsam werden

Die meisten günstigen Monolaser dieser Klasse liefern 20–24 Seiten pro Minute (ppm). Der HP M110w schafft laut Hersteller 20 ppm, der Brother HL-L2400DWE 32 ppm – ein messbarer Unterschied, sobald man regelmäßig 20-seitige Dokumente druckt.

Ein echter Fallstrick ist die Aufwärmzeit. Beim HP M110w und dem Pantum BP2309W dauert der Kaltstart 8–12 Sekunden, bevor die erste Seite kommt. Das ist unerheblich bei einem einzelnen Brief. Wer aber morgens 40 Seiten Berichtsunterlagen braucht, wartet beim Brother HL-L2400DWE merklich kürzer: 32 ppm, 40 Seiten nach dem ersten Ausdruck – fertig in unter 90 Sekunden.

Die 600 × 600 dpi Druckauflösung, die alle Geräte dieser Klasse bieten, reicht für Texte und Standardgrafiken vollständig aus. Für feine Schriften unter 7 pt oder Strichzeichnungen mit dünnen Linien empfiehlt sich ein Modell, das mit 1.200 dpi interpoliert – das leisten der HP LaserJet Pro 3002dw und der M234dw in der Preisklasse ab 135 Euro.

Einzeldrucker oder Multifunktionsgerät: Was der Aufpreis ab 136 Euro bringt

Ein reiner Laserdrucker wie der HP M110w (99 €) oder der Pantum BP2309W (103 €) druckt – und sonst nichts. Wer gelegentlich Dokumente einscannt oder kopiert, zahlt ab 136 Euro für den HP LaserJet M140w einen Flachbett-Scanner mit 1.200 dpi optischer Auflösung und eine Kopierfunktion ohne angeschlossenen PC dazu.

Der Aufpreis von 37 Euro gegenüber dem M110w ist kleiner als ein günstiger USB-Flachbettscanner. Der HP M234dw kostet 145 Euro und bietet zusätzlich einen automatischen Dokumenteneinzug (ADF) für bis zu 35 Blatt – der relevante Unterschied für Nutzer, die regelmäßig mehrseitige Dokumente digitalisieren, ohne jede Seite einzeln aufzulegen.

Pantum bietet mit dem BM2309W eine alternative MFP-Lösung für 160 Euro bei 7,5 kg mit ähnlichem Funktionsumfang. Das 29,8 × 39,6 × 24,9 cm-Gehäuse braucht aber spürbar mehr Stellfläche als der M140w (30 × 30 × 30 cm – kubische Form, kompakter stapelbar). Wer einen vorhandenen Scanner hat, spart mit dem Einzelgerät. Ohne separate Hardware ist ein MFP ab 136 Euro die rationalere Entscheidung.

WLAN, Duplex und Netzwerk: Welche Verbindung welchen Aufpreis rechtfertigt

Alle Modelle dieser Auswahl haben WLAN – das war 2022 noch Aufpreis, ist 2026 Standard ab 99 Euro. Relevant wird die Unterscheidung bei Duplex (beidseitigem automatischem Druck) und Netzwerkkonnektivität.

Der Brother HL-L2400DWE und der HP LaserJet M234dw bieten automatischen Duplexdruck – das Gerät dreht das Papier selbst. Bei 500 Seiten monatlich spart das rund 250 Blatt, also ca. 2,50 Euro bei 80g-Papier für 5 Euro pro 500 Blatt. Klingt wenig, summiert sich über 12 Monate auf 30 Euro.

Der HP LaserJet Pro 3002dw (135 €, 7,5 kg) gehört zur Pro-Linie: schnellere Erstausgabe, höhere monatliche Druckvolumen-Empfehlung bis 3.000 Seiten pro Monat laut HP, robusteres Papierhandling mit 250-Blatt-Kassette. Für ein kleines Büro mit 3–5 Nutzern ist das der relevante Unterschied gegenüber einem 99-Euro-Heimgerät.

Ethernet-Anschluss fehlt bei Kompaktgeräten wie dem M110w und dem Pantum BP2309W – reine WLAN-Geräte, die in stabilen Heimnetzwerken zuverlässig funktionieren, aber in Büros mit gemanagtem Netzwerk problematisch werden können.

Gewicht und Stellfläche: 3,8 kg Kompaktgerät vs. 12,9 kg Büroklasse

Der HP M110w wiegt 3,8 kg – einer der kompaktesten Monolaser am Markt. Der Pantum BP2309W kommt auf 4,8 kg bei 22 × 33,7 × 17,9 cm, was für ein Tischgerät realistischer klingt. Beide eignen sich für ein Bücherregal oder einen Schreibtischwinkel ohne Stellflächen-Kompromiss.

Am anderen Ende: Der HP Color Laser MFP 178nwg bringt 12,9 kg auf die Waage bei 36 × 41 × 23 cm Grundfläche. Das steht nicht nebenbei auf einem Schreibtisch. Der Brother HL-L2400DWE wiegt 7,3 kg bei 36 × 35,6 × 18,3 cm – solide Bürogröße für Boden oder stabiles Regal.

Wer den Drucker in einer Wohnung parkt und nur gelegentlich nutzt, ist mit dem Pantum BP2309W oder dem HP M110w gut bedient. Kleines Homeoffice mit täglich 20–50 Seiten Dauerbetrieb: HP LaserJet Pro 3002dw (7,5 kg, 36,7 × 21,6 × 39,8 cm) – tiefes, aber schlankes Gerät, das sich neben den Schreibtisch stellen lässt, ohne den Arbeitsplatz zu dominieren.

Unsere Empfehlungen

Fazit

Wer unter 100 Euro bleiben will und hauptsächlich Texte druckt, kommt mit dem HP M110w auf Seitenkosten unter 1 Cent – akzeptiert dafür keinen Duplex und keinen LAN-Anschluss. Für ein kleines Homeoffice mit regelmäßigem Druck ab 200 Seiten monatlich ist der Brother HL-L2400DWE mit 32 ppm und automatischem Duplexdruck das rationalere Gerät für 120 Euro. Den HP Color Laser MFP 178nwg sollten nur Nutzer kaufen, die monatlich mindestens 30–40 Farbseiten benötigen – wer das nicht tut, überzahlt bei den Toner-Folgekosten bereits nach zwei Jahren.

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Häufige Fragen

Lohnt sich ein Laserdrucker bei nur 30 Seiten pro Monat?
Bei 30 Seiten monatlich druckt ein Tintenstrahler für 80 Euro mit 3 Cent pro Seite in 12 Monaten für 10,80 Euro Tintenkosten. Der HP M110w für 99 Euro mit 0,9 Cent pro Seite kostet im selben Zeitraum 3,24 Euro Toner. Der Break-even liegt nach etwa 15 Monaten. Ab dem zweiten Jahr sinken die Gesamtkosten des Laserdruckers deutlich unter die des Tintenstrahlgeräts.
Wie viele Seiten liefert der Starter-Toner im Brother HL-L2400DWE wirklich?
Brother gibt die Starter-Toner-Box mit ca. 700 Seiten an. Die reguläre Folgekartusche TN-2510 bringt 1.200 Seiten für rund 15 Euro. Wer direkt nach dem Kauf intensiv druckt, sollte eine Folgekartusche mitbestellen – bei 300 Seiten monatlich ist der Starter-Toner nach gut zwei Monaten aufgebraucht.
Hat der HP LaserJet M234dw einen automatischen Dokumenteneinzug für mehrseitige Scans?
Ja – der M234dw hat einen ADF für bis zu 35 Blatt. Das ist der wesentliche Unterschied zum HP M140w (136 €), der nur einen Flachbettscanner ohne ADF hat. Für Steuerdokumente oder Vertragsunterlagen, die stapelweise digitalisiert werden sollen, ist der M234dw für 145 Euro die sinnvollere Wahl.
Wie laut sind Laserdrucker im Betrieb – geeignet für ein Homeoffice im Wohnbereich?
Laserdrucker dieser Klasse erzeugen im Betrieb 45–55 dB(A) – vergleichbar mit einem laufenden Kühlschrank. Der HP M110w liegt laut HP-Angaben bei rund 44 dB(A). Problematischer ist das Anlaufen: In der Aufwärmphase der Fixiereinheit (180–200 °C) entstehen kurzzeitig 58–60 dB(A). Im abgetrennten Arbeitszimmer üblich, im offenen Wohnzimmer störend.
Kann der HP Color Laser MFP 178nwg auch reinen Schwarzweißdruck ausführen, um Farbtoner zu schonen?
Ja – im Druckertreiber explizit 'Schwarz (Toner sparen)' statt 'Automatisch' wählen, sonst nutzt das Gerät bei gräulichen Hintergründen alle vier Kartuschen gleichzeitig. Bei reinen Textdokumenten spart das Umschalten bis zu 80 % des Farbtonerverbrauchs.
Für welches Druckvolumen ist der HP LaserJet Pro 3002dw ausgelegt?
HP gibt den Pro 3002dw mit einer empfohlenen monatlichen Druckleistung von 250–3.000 Seiten an – deutlich mehr als Heimgeräte wie M110w oder M140w, die für 50–500 Seiten monatlich konzipiert sind. Bei regelmäßig über 500 Seiten zahlen sich der robustere Papiereinzug, die 250-Blatt-Kassette und die schnellere Erstausgabe des Pro aus.

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